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Warum sich Zähne nicht selbstheilen können

Haben wir eine Wunde oder bricht einer unserer Knochen, regenerieren sich diese von selbst. Die Wunde wächst zu, der Knochen wieder zusammen. Sind jedoch Zähne zerstört oder abgebrochen, muss ein Zahnarzt eingreifen – ein Selbstheilungsmechanismus fehlt hier. Die Erklärung: Zähne sind von Natur aus so hart, dass sie jahrzehntelang starken Belastungen standhalten. Sie sind in dieser Eigenschaft sogar härter als Stahl oder Keramik. Da sie auf „natürliche Weise“ nicht kaputtgehen, hat die Evolution auch keinen Selbstheilungsprozess entwickelt. Gegenüber Knochen weisen Zähne daher auch keine aktiven Zellen auf, die die umliegenden Zellen reparieren können. Doch was ist mit Karies? Da diese Infektionskrankheit erst seit circa 300 Jahren durch den gestiegenen Zuckerkonsum beim Menschen auftritt, konnte sich noch kein natürlicher Mechanismus dagegen entwickeln. Der beste Heilungsprozess ist daher, Karies erst gar nicht entstehen zu lassen.

Quelle: helmholtz.de | Bild: Adobe Stock