Therapie mit Licht

Keine Spritze vor der Behandlung, keine Schmerzen während der Behandlung, keine Schwellung nach der Behandlung – geifen wir zum Laser statt zu Bohrer und Skalpell, bringt das für den Patienten viele Vorteile.
Vom Laser-Bohren haben die meisten Menschen schon etwas gehört. Dabei wird auf schonende Art Karies entfernt. Statt eines Bohrers kommt ein Laser zum Einsatz. Mit dem kann viel genauer gearbeitet werden als mit der herkömmlichen Methode. Zudem erzeugt ein Laser keine Hitze wie ein Bohrer, die gesunde Zahnsubstanz wird bei der Behandlung also nicht beeinträchtigt. Sind die kariösen Stellen entfernt, haften Füllungen aus Kunststoff oder Keramik im Zahn besonders gut, wenn das Loch mit einem Laser ausgearbeitet wurde. Der Patient schätzt an dieser Technik vor allem eines: Sie ist weitgehend schmerzfrei. Auf eine Betäubung kann daher meist verzichtet werden. Alles, was der Behandelte spürt, ist eine Art Kribbeln. Ganz geräuschfrei ist auch ein Laser nicht, allerdings sind diese weit weniger schlimm als das Kreischen eines Bohrers. Seit etwa Ende der 80er-Jahre schon wird Lasertechnik in der Zahnheilkunde verwendet. Sehr erfolgreich sind Laser zum Beispiel auch bei Parodontitis. Bei dieser Erkrankung des Zahnfleisches werden die auslösenden Bakterien mit dem gebündelten Licht abgetötet. Studien zufolge wird durch den Laser nach der Behandlung eine fast 100-prozentige Keimfreiheit erreicht – deutlich mehr als bei der konventionellen Behandlung, bei der mit einem Skalpell das kranke Gewebe entfernt wird. Normalerweise verschreibt der Zahnarzt nach einer Parodontitisbehandlung Antibiotika. Wurde mit dem Laser gearbeitet, kann darauf meist verzichtet werden. Auch bei einer Wurzelbehandlung haben sich Laser als äußerst effektiv erwiesen. Um einen kranken Zahn zu retten, können die Wurzelkanäle gereinigt und abgedichtet werden. Diese sind jedoch so fein und verzweigt, dass es schwierig ist, sie bis in die Spitzen hinein zu desinfizieren. Spezielle Diodenlaser helfen. Sie gelangen bis in die Wurzelspitzen und bekommen den gesamten Wurzelkanal keimfrei. So kann gleichzeitig auf chemische Zusätze verzichtet werden, die bei der herkömmlichen Methode Verwendung finden. Herpes oder Aphten im Mund können mit Laserlicht sanft beseitigt, Implantate blutungsfrei eingesetzt und der Halt von Prothesen kann verbessert werden. Dadurch, dass der Laser das Gewebe, an dem er eingesetzt wird, gleich versiegelt, wird die Wundheilung beschleunigt. Nicht jeder Laser ist für jede zahnmedizinische Behandlung geeignet. Abhängig davon, ob in weichem oder hartem Gewebe gearbeitet wird und welches Ziel bei der Therapie verfolgt wird, entscheiden wir uns für ein bestimmtes Gerät. Wir erklären Ihnen in einem ausführlichen Vorgespräch, was mit dem Laser möglich ist. Mitunter kostet eine Behandlung mehr, wenn statt der konventionellen Methode ein Laser eingesetzt wird. Davon sollten sie sich jedoch nicht abschrecken lassen. Denn dadurch, dass Wunden nach einer Laserbehandlung schnell und gut heilen und auch das Infektionsrisiko gering ist, können meist teure Folgebehandlungen vermieden werden.